Bewegung ist die
Sprache des
Nervensystems

Wofür ist die Feldenkrais-Methode gut?

Wie wir uns im Alltag bewegen, ist uns oft gar nicht bewusst. Dabei steckt in jeder kleinsten Regung großes Potential. Wenn wir alltägliche Bewegungen bewusst ausführen, programmieren wir unser Nervensystem um und erweitern unser Selbstbild.

Der positive Effekt der Feldenkrais-Methode: Schmerzen können verschwinden, die Beweglichkeit sich verbessern und der Stress kann nachlassen. Für ein ganzheitlich flexibleres, zufriedeneres Leben.

Feldenkrais Fitness

Wann ist ein Mensch wirklich fit? Die meisten würden sagen: Wenn der Körper durch viele anstrengende Übungen stark und beweglich geworden ist.

Wir von movecademy sind überzeugt: Auch der Geist und das Selbstbild, das wir von uns haben, beeinflusst wie beweglich, fit und klar wir sind. Und umgekehrt beeinflusst, wie wir uns bewegen, unsere Verhaltensmuster. Das Nervensystem ist das Bindeglied zwischen Geist und Körper. Eine effiziente Koordination und Aufrichtung ist wichtig, damit nicht durch einseitigen Gebrauch Schaden entsteht. Und damit Bewegung Spaß macht.

Für einen Alltag, in dem du das machen kannst, was dir wichtig ist. Egal, ob du beim Hochleistungssport Bestleistungen bringen möchtest oder du auch mit 60+ noch auf dem Boden mit deinen Enkeln spielen willst. 

Feldenkrais chronisch Schmerzen

Rund 1,5 Milliarden Menschen haben weltweit chronische Schmerzen im Rücken, Nacken oder in den Gelenken. Viele nehmen regelmäßig Tabletten, versuchen diverse Therapien oder Operationen. Manche von ihnen erfahren jedoch kaum Linderung.

Für solche Fälle können die Lektionen auf movecademy eine natürliche Lösung bieten: Durch die Feldenkrais-Methode lernt dein Gehirn neue Bewegungsmuster, die genau zu dir und deinem Körper passen. Sie wirken direkt auf das Nervensystem und selbst chronische Schmerzen, die ihren Ursprung in falschen Bewegungen und Haltungen haben, können gelindert werden.

Auch als Regeneration und Rehabilitation nach einer Operation oder einer Chemotherapie bringt diese Bewegungsmethode vielen Menschen Erleichterung.

Feldenkrais Stress

Wenn im Alltag ein Teil deiner Aufmerksamkeit im Inneren ruht, du im Körper zuhause bist, kannst du auch deine Umgebung klarer wahrnehmen. Du kannst die eigenen Grenzen und die der anderen besser spüren und respektieren.

Unser Nervensystem ist nicht nur da, um von innen nach außen zu wirken, indem es etwa den Organismus am Laufen hält, Bewegungen steuert und uns das Denken ermöglicht. Es funktioniert auch anders herum: Wie wir uns bewegen, kann unser Denken und unser Empfinden beeinflussen.

Das macht sich die Feldenkrais-Methode zu Nutze: Bestimmte, bewusst ausgeführte Bewegungen regulieren das Nervensystem so, dass unangenehme Zustände wie negativer Stress, Sorgen, Schlafstörungen oder Ängste nachlassen können. Umgekehrt kann ein Nervensystem das eine zu geringen Erregungszustand hat, wieder aktiver werden.

Die Feldenkrais-Methode kann bewirken, dass Du mit mehr Selbstvertrauen durch die Welt gehst und deshalb auch mit deiner Umwelt (wieder) mehr in Verbindung trittst. So hast du die Möglichkeit den gegenwärtigen und kommenden Herausforderungen des Lebens entspannter entgegenzublicken.

 

Feldenkrais Achtsamkeit

Als Erwachsene Menschen stellen wir nicht mehr in Frage, wie wir uns Hinsetzen oder Gehen. Wir haben das als Kleinkinder gelernt und müssen nicht mehr darüber nachdenken. Aber wenn wir nichts neues mehr ausprobieren, schränken wir im Laufe des Lebens unsere Bewegungs- und Verhaltensmuster immer mehr ein. Wenn Bewegung anfängt zu anstrengend oder gar schmerzhaft zu werden, bewegen wir uns immer weniger und geraten in eine Abwärtsspirale.

Die Feldenkrais-Lektionen sind so aufgebaut, dass du deine Bewegungsmuster erkennst und auf sanfte Weise variierst. So erweitert sich dein Bewegungsrepertoire wieder Stück für Stück und du lernst, wieder mehr von deinem ganzen Selbst an den alltäglichen Bewegungen zu beteiligen. Das hält jung und schenkt dir mehr Vitalität.

Außerdem stärken die Feldenkrais Übungen einen achtsameren und liebevolleren Umgang zu dir selbst und zu seinem Körper. Du schulst dein Gespür dafür, was dir im Hier und Jetzt guttut – statt deinem Körper mit anderen zu vergleichen, dich für ihn zu schämen oder ihn für etwas zu verurteilen. Das kann dir helfen zufriedener und ausgeglichener durchs Leben zu gehen.

 

Feldenkrais Performance

Bringst du täglich kreative Hochleistung, etwa als SportlerInnen, MusikerInnen, SchauspielerInnen oder TänzerInnen? Dann bist du auf einen optimal funktionierenden Körper angewiesen.

Vielleicht hast du das Gefühl, mehr üben und trainieren alleine bringen dich nicht weiter. Oder die repetitiven Bewegungen sind Ursache von wiederkehrenden Schmerzen? Auch, wenn du dich womöglich verletzt hast, ist die Feldenkrais-Methode eine große Bereicherung: Durch neurologisch wirksame Bewegungen können starre Muster aufgelöst werden, um neue, feinere und effizientere Bewegungsabläufe entdecken zu können.

Ein erweitertes Bewegungsrepertoire äußert sich auch im Handeln und Denken. So kannst du noch mehr Kreativität und Erfolg in Sport, Kultur und Kunst erleben.

 

Neuroplastizität =

Fähigkeit des Gehirns für lebenslange Veränderungen

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»Wir bewegen uns entsprechend dem Selbstbild, das wir von uns haben.«

Wer war Moshé Feldenkrais?

Geboren 1904 in Russland, immigrierte Feldenkrais als 13-Jähriger nach TelAviv im heutigen Israel. Er studierte Mechanik, Elektrotechnik und Physik. Von 1933 bis 1940 arbeitete er als Nukleartechniker im Labor der Nobelpreisträger Frederic Joliot und Irene Joliot-Curie.

Seine Leidenschaft für die innere Mechanik der Dinge, vor allem aber für die menschliche Bewegung, führt Moshé Feldenkrais zum Judo und Jiu Jitsu. So wurde er Mitbegründer einer der ältesten Jiu-Jitsu-Verbände Europas und erlangt 1936 als einer der ersten Europäer den „Schwarzen Gürtel“.

Eine chronische Knieverletzung brachte Moshé Feldenkrais dazu, sein Wissen aus der Physik, Biomechanik, Neurologie, Lerntheorie und Psychologie auf die menschliche Bewegung und Entwicklung zu übertragen.

Auch die intensive Auseinandersetzung mit Zeigenossen wie Milton Erickson, Ida Rolf, Heinz Jacoby, Georges I. Gurdjieff und Frederick Matthias Alexander inspirierte ihn: Der Austausch trug maßgeblich dazu bei, seine Forschung zu Körper und Geist weiterentwickeln zu können.

Das Ergebnis seiner Arbeit ist eine einzigartige Synthese aus Wissenschaft und Ästhetik, die als Feldenkrais-Methode bekannt wurde. Der Zeit voraus, sind inzwischen viele seiner Erkenntnisse wissenschaftlich bestätigt, gerade aus den Bereichen der Hirnforschung und Psychologie.

Ben Gurion Feldenkrais Kopfstand

Ben Gurion, Ministerpräsident von Israel, war wohl Dr. Moshe Feldenkrais‘ berühmtester Schüler.

Am Strand von Tel Aviv zeigt er stolz den Journalisten einen Kopfstand, den er mit Hilfe von Moshe Feldenkrais gelernt hat.

Mr. Hokuspokus

Das abenteuerliche Leben des
Dr. Moshé Feldenkrais

ein Audio Feature des WDR, Teil 1/6

Feldenkrais ist keine Therapie, sondern eine Lernmethode

Die sinnliche Erfahrung der Bewegung und das Lernen am eigenen Körper steht im Zentrum der Feldenkrais-Praxis. Dabei werden jedoch keine vorgegebenen Bewegungen nachgemacht, sondern die Teilnehmer angeleitet, die zum eigenen Körper und seiner Konstitution passenden Varianten zu finden. Korrigiert werden fühlt sich unangenehm an und Du wirst eine neue Haltung oder Bewegung im Alltag nur dann wieder automatisch abrufen, wenn sie als angenehm und wirkungsvoll erfahren wurde.

 
Feldenkrais Neuroplastizität

Ein tiefes Verständnis des menschlichen Lernprozesses ist Grundlage der Feldenkrais-Arbeit. Das „organische Lernen“ finden wir bei kleinen Kindern wenn sie beginnen den eigenen Körper und die Welt zu erforschen. Sie rutschen, robben, kriechen oder krabbeln, ohne es gezeigt zu bekommen. Sie finden durch unzählige Versuche selbst heraus, was geht. Fehlversuche empfinden sie als normal statt sich dafür zu genieren. So wie auch wir damals gelernt haben zu stehen, zu gehen oder unsere Hände zu gebrauchen, können wir bis ins hohe Alter noch neue Bewegungsmuster lernen.

Lernen verändert das Gehirn

Menschen kommen relativ unfertig auf die Welt, denn existentielle Fähigkeiten wie essen, verdauen, die Körper Temperatur regulieren, gehen, stehen oder sprechen müssen wir erst lernen. Darin liegt evolutionär aber unser große Vorteil: unser Gehirn ist nicht festgelegt. Es ist plastisch, so dass wir ein Leben lang dazulernen können.

Hier setzt die Feldenkrais-Methode an: Die speziellen Bewegungen sprechen die Sprache des Nervensystems und vermitteln ihm neue Informationen. Bewegungen sind komplexe sensomotorische Vorgänge, bei denen das Nervensystem die Aufgabe der Koordination hat. Muskulatur und Skelett führen sie aus. Bekommt das Nervensystem neue Informationen und macht dabei positive Erfahrungen, lernt es Neues.

»Vor einigen Jahren konnte sich noch kein Hirnforscher vorstellen, dass das, was wir erleben, in der Lage wäre, die Struktur des Gehirns zu verändern. Heute sind die meisten von ihnen davon überzeugt…«

Alte Muster bleiben zwar bestehen, neue kommen aber hinzu. In der Folge haben wir deshalb eine Wahl – und es liegt an uns, was wir daraus machen. Je häufiger wir bestimmte Bahnen, bestimmte Muster nutzen, desto stabiler werden sie. Was wir nicht nutzen, geht verloren.

Erfolgreiches Lernen geschieht durch aktive, sinnliche Auseinandersetzung mit der Umwelt. Kinder erforschen die Welt spielerisch und neugierig, in dem sie vom Sofa springen oder den Löffel auf den Boden fallen lassen und sammeln so ihr Körperwissen über physikalische Vorgänge und komplexe Zusammenhänge, dass es selbst Forscher erstaunen lässt. Die Feldenkrais-Methode knüpft an diese Art des Lernens an. Unabhängig vom Alter können wir so die eigenen Kompetenzen erweitern und das neue Wissen in jeder beliebigen Situationen abrufen.

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Feldenkrais

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